Welche Voraussetzungen braucht ein Dach damit es geeignet ist?

Es gibt im Allgemeinen vier wesentliche Kriterien, die in jedem Fall zu beachten sind, wenn es um die Eignungsbeurteilung geht. Zunächst mal muss der Zustand des Daches es erlauben eine Anlage zu installieren, dazu gehören sowohl die Statik als auch der Zeitpunkt der nächsten geplanten Dachsanierung. Weiterhin sind selbstverständlich die Ausrichtung (Neigungsgrad und Himmelsrichtung) und mögliche Verschattungen durch Bäume, Türme oder Dachaufbauten ganz wesentlich um die geeignete Fläche zu bestimmen. Und schließlich spielt auch die Größe des Daches eine wichtige Rolle bei der Abschätzung, ob ein wirtschaftlicher Betrieb realistisch ist.

Welche Annahmen werden bei der Sonneneinstrahlung getroffen und sind diese realistisch?

Bei der Prognose der Anlagenerträge stützen wir uns konsequent auf eine professionelle Berechnung auf Basis einer Klima- und Einstrahlungsdatenbank. Die Daten basieren auf langjährigen Messungen der Meteosat-Satelliten der ESA. Hier kann auf das Online-Berechnungstool „PVGIS“ des „Joint Research Center“ der Europäischen Kommission zugegriffen werden. Dort ist die Berechnung der anlagenspezifischen Ertragsprognose detailliert dokumentiert. Sie bezieht eine Vielzahl von Faktoren (u.a. die Modultemperatur) in die Berechnung ein und bietet daher eine wissenschaftlich fundierte Prognose. Die so errechneten spezifischen Erträge liegen für Heidelberg je nach Ausrichtung der Anlage etwa zwischen 910 kWh/kWp (10° Modulneigung, Südostausrichtung) und 980 kWh/kWp (30° Modulneigung, Südausrichtung, Optimum).
Die Erfahrung aus bestehenden Anlagen zeigt, dass die prognostizierten Werte als konservativer Ansatz angesehen werden können, da sie regelmäßig von realen Anlagen übertroffen werden. Im Vergleich zu Erträgen bei Windenergieanlagen sind die jährlichen Schwankungen bei der Sonneneinstrahlung gering.

Was passiert mit dem erzeugten Strom?

Alle Solaranlagen sind an das allgemeine öffentliche Stromnetz angeschlossen und speisen den Strom in das Netz ein. Der örtliche Netzbetreiber ist bei diesem 100%igen Ökostrom verpflichtet den Strom abzunehmen und entsprechend dem Erneuerbare Energien Gesetz zu bezahlen. Dafür bekommt der Betreiber eine auf 20 Jahre garantierte Vergütung, die nach dem Erneuerbare Energien Gesetz festgeschrieben ist. Die Vergütung variiert je nach Anlagengröße und Installationszeitpunkt, wie hoch die Förderung aktuell ist und wie sie sich entwickelt hat finden Sie hier. Mit jedem weiteren Anschluss neuer Anlagen steigt der Anteil der Erneuerbaren Energien im deutschen Strommix, der nach aktuellen Zahlen für das Jahr 2011 bei ca. 20% lag.
Nach einer neuen Regelung kann es sehr attraktiv sein den Strom direkt selbst zu verbrauchen, dies bietet sich vor allem bei Unternehmen und Schulen oder anderen Gebäuden an, die vor allem tagsüber Strom benötigen.

Was passiert nach 20 Jahren mit der Anlage?

Moderne Photovoltaikanlagen weisen eine Lebensdauer von weit über 20 Jahren auf. Das bedeutet, dass auch nach dem Ablauf der garantierten Einspeisevergütung die Photovoltaikanlage weiter Strom produzieren und einspeisen wird.
Wenn die Anlage abgebaut wird, werden alle Solarmodule recycelt. Das wird von den Herstellern die sich zu der Vereinigung PV-Cycle zusammengeschlossen haben garantiert. Wir kaufen nur Module solcher Hersteller.

Wie funktioniert solare Stromerzeugung?

Die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie basiert auf den besonderen Eigenschaften von so genannten Halbleitern, die durch zugeführte Energie (Wärme oder Licht) freie Ladungsträger erzeugen. Um aus diesen Ladungen einen Strom zu erzeugen, ist ein internes elektrisches Feld nötig. Dieses wird durch gezielte Bearbeitung des Materials (Dotierung) gewährleistet.
So werden jedes Mal, wenn das Licht (genauer die Photonen) der Sonne auf eine Photovoltaikzelle treffen, Ladungsträger frei und ein elektrischer Strom fließt. Hierbei handelt es sich um Gleichstrom. Dieser kann entweder direkt von einem Verbraucher benutzt oder über einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt und in das Stromnetz eingespeist werden.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage energetisch überhaupt?

Das weit verbreitete Vorurteil, dass PV-Anlagen nie den Strom erzeugen könnten, der für ihre Herstellung notwendig war, ist durch zahlreiche Ökobilanzen widerlegt. Moderne Anlagen haben sich nach 2 bis 4 Jahren energetisch amortisiert, d.h. nach dieser Zeit haben sie genauso viel Energie produziert, wie für ihre Herstellung und Beseitigung benötigt wird. Auf Grund der enormen Energiemengen, die täglich von der Sonne auf die Erde gelangen, hat die Photovoltaik ein enormes Potential. Allein in einer Stunde strahlt die Sonne mehr Energie auf die Erde, als die gesamte Weltbevölkerung in einem ganzen Jahr beansprucht. Dieses Potential sollten wir unbedingt nutzten.


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